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Lebensqualität im Ortskern

Wohnen im Ortskern ermöglicht kurze Wege, die meisten Läden und Infrastruktureinrichtungen sind zu Fuß zu erreichen, Wohnen und Arbeiten kann unter einem Dach vereinigt werden. Die Nutzung der vorhandenen Bausubstanz, z.B. der nicht mehr genutzten Scheunen, bietet Platz für Hobbys und Freizeitaktivitäten. Der Ortskern bietet Entfaltungsmöglichkeiten, wie sie in den meisten Neubaugebieten durch die Art der Nutzung nicht erlaubt sind (z.B.  Lagerflächen, Hobbywerkstätten, Tierhaltung). Im Ortskern findet man ein gewachsenes Umfeld und Bausubstanz mit Charakter; diese individuelle Wohnat-
mosphäre kann in einem Neubaugebiet nicht geschaffen werden.

Wohnen in gewachsenen Strukturen ist attraktiv und bietet zahlreiche Vorteile

Siedlungsfläche und Kosten sparen durch Innenentwicklung

Die Ausweisung neuer Baugebiete ist für Kommunen generell mit hohen Kosten verbunden, hauptsächlich durch die Ausweitung der notwendigen Infrastruktur (Straßen und Versorgungsleitungen). Zwar erfolgt zunächst eine Umlage der Erschließungskosten auf die Eigentümer durch Erschließungsbeiträge, die Kosten für den Unterhalt und die Instandsetzung der Infrastruktur belastet jedoch auf Dauer die Gemeinde und die Bürger. Diese erweiterte Infrastruktur wird in Zukunft von immer weniger Bewohnern genutzt, der Erhalt muss aber dennoch von den Gemeinden finanziert werden. Indem die Ortsmitte neu belebt wird (durch Maßnahmen der Innenentwicklung), wird ein weiteres Ausdünnen der Einkaufsmöglichkeiten, Kindergärten und sonstiger Versorgungseinrichtungen verhindert. Zudem wird die vorhandene Erschließung (Straßen, Wasserversorgung, Kanalisation) effektiv genutzt.

Ansprache und Aktivierung der Eigentümer ist der Schlüssel zur erfolgreichen Ortskernrevitalisierung

Handlungsempfehlungen

Verkaufsbereite oder an einer Selbstnutzung interessierte Eigentümer müssen durch die Gemeinde unterstützt werden.

Noch wichtiger ist es, die Eigentümer anzusprechen, die sich bisher noch keine Gedanken über die weitere Nutzung ihrer Grundstücke bzw. Anwesen gemacht haben. Dazu müssen diese Eigentümer ergänzend zur Befragung direkt und individuell angesprochen werden. Die Aktivierung der Potenzialflächen ist ein wichtiger Baustein einer Zukunftsstrategie für jede Gemeinde.